Forschungsstelle CSI

Folgenabschätzung Sozialer Innovationen
Neue Publikation diskutiert Ansatzpunkte und Handlungsfelder

Soziale Innovationen können, ähnlich wie technische Innovationen, neben beabsichtigten auch unbeabsichtigte oder unerwünschte, oft erst langfristig sichtbare Folgen für die Gesellschaft haben. Wie eine aktuelle Studie von JOANNEUM RESEARCH POLICIES und dem Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg  zeigt, hat sich hinsichtlich der Wirkungsanalyse und -messung von sozialen und damit gesellschaftlichen Auswirkungen mittlerweile fundierte Expertise herausgebildet („Social Impact Measurement“). Anhand von Beispielen wird gezeigt, welche Herangehensweisen und Methoden in entsprechenden Wirkungsanalysen zur Anwendung kommen können. Partizipative Entwicklungsprozesse und neuere Ansätze der „Vorausschau“ (Foresight) halten verstärkt Einzug in die Abschätzung von Sozialen Innovationen.

Die Forschung mit Blick auf die Folgenabschätzung von Sozialen Innovationen steht erst am Anfang. Es werden neue Konzepte benötigt, um die (potentiellen) Wirkungen Sozialer Innovationen besser erfassen und bewerten zu können, etwa durch die Nutzung und Erweiterung des „Social Impact Measurements“. Bereits bei der Planung von sozial innovativen Projekten sollte systematisch über mögliche Wirkungen nachgedacht werden. Von Anfang an sollte eine klare Vorstellung davon existieren, wie die Wirkungen systematisch beobachtet werden könnten. Mit Blick auf die vielen einzelnen, nebeneinanderstehenden Betrachtungen ist eine Ausweitung der Perspektive auf die Effekte und Wirkungen von Sozialen Innovationen auf der systemischen beziehungsweise gesamtgesellschaftlichen Ebene anzustreben. Hier braucht es den Aufbau eines systematischen Know-Hows bezüglich Methodik, die Schaffung entsprechender Datenbestände sowie Standardindikatoren und vor allem eine Langzeitbeobachtung von Sozialen Innovationen im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen.

Kontakt:

Dr. Gudrun-Christine Schimpf

Dr Georg Mildenberger

Hier geht es zur Studie.

Kontakt: Dr. Ekkehard Thümler

Hier geht es zum Diskussionspapier.

Auf dem Weg zu einer Transformation des deutschen Bildungssystems:
Von der Energiewende lernen

20 Jahre nach der ersten PISA-Studie stagniert die Entwicklung des deutschen Schulsystems in wesentlichen Problemfeldern. Trotz aller Anstrengungen gibt es noch immer viel zu viele Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen oder nur schlecht lesen, schreiben oder rechnen können. Kann das deutsche Schulsystem bei der Bewältigung seiner großen chronischen Probleme von der erfolgreichen Energiewende lernen? Ekkehard Thümler, Senior Fellow am CSI und ehemaliger Leiter des Forschungsprogramms "Strategies for Impact in Philanthropy" sagt: „Ja, sogar sehr viel – denn erfolgreiche Transformationsprozesse folgen immer ganz ähnlichen Mustern.“ Er entwickelt anhand einer Analyse der Energiewende Vorschläge für neue Lösungsstrategien, die einen Weg aus der Sackgasse weisen und neue Pfade zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Bildungssystems eröffnen können.

Marktstudie Impact Investing 2020 veröffentlicht

Am 24.06.2020 wurden die Ergebnisse unserer Marktstudie Impact Investing in Deutschland 2020 durch den geschäftsführenden Direktor des Centrums für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) Dr. Volker Then vorgestellt. Anschließend werden die Ergebnisse im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Karsten Löffler, Vorsitzender des Sustainable Finance-Beirates der Bundesregierung, Sylvia Wisniwski, Managing Director von Finance in Motion, Dr. Markus Freiburg, Geschäftsführer der Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship (FASE) und Henrike Schlottmann, Managing Director ProjectTogether, kommentiert.