Zivilgesellschaft und Bürgerschaftliches Engagement

Aktuelle Forschungsprojekte

Über das Projekt: Das Projekt „GIs – Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit stärken“ hat zum Ziel, gesellschaftliche Innovationskapazitäten in strukturschwachen Regionen in Deutschland zu analysieren, um neue Erklärungsansätze und Modelle für die Entstehung und Nutzbarmachung von Innovationen für einen erfolgreichen regionalen Strukturwandel zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund widmet sich GIs drei übergeordneten Forschungsfragen:

  • Wie stellen sich komplexe Innovationszusammenhänge auf regionaler Ebene dar?
  • Wie können strukturschwache Regionen strukturellen Wandel erfolgreich durch Innovationen gestalten?
  • Wie können nachhaltige Transformationsprozesse in strukturschwachen Regionen durch die Nutzbarmachung des gesellschaftlichen Innovationspotenzials angestoßen werden?

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Über das Projekt: Das Reallabor Asylsuchende in der Rhein-Neckar-Region widmet sich der Untersuchung von Erfolgsfaktoren für eine möglichst schnelle gesellschaftliche Integration von Asylsuchenden in den Städten Heidelberg, Sinsheim und Wiesloch. Dabei werden in drei Teilprojekten und einem Querschnittsprojekt die folgenden Themenbereiche beleuchtet:

  • Spracherwerb,
  • Arbeitsmarktintegration,
  • dezentrales Wohnen und
  • bürgerschaftliches Engagement

Von Großbauprojekten wie Stuttgart 21 oder dem Bau von Stromtrassen fühlt sich eine Mehrheit der Bürger zwar direkt betroffen, aber nur eine Minderheit engagiert sich persönlich – dafür oder dagegen. Da die meisten Betroffenen allerdings eine moralische Verpflichtung zur Bürgerbeteiligung sehen, delegieren sie zum großen Teil Engagement und Verantwortung zum Beispiel an Bürgerinitiativen. Das zeigt eine Studie des Centrums für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg. Die Wissenschaftler befragten insgesamt 200 Anwohner von drei beispielhaften Infrastrukturprojekten in unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Mehrzahl der Bürger „Aktivisten im Geiste“ seien, so dass sich von einem Zeitalter der „Pseudopartizipation“ sprechen lasse.

Für die Studie, die in Zusammenarbeit mit der Hertie School of Governance (Berlin) entstand, wurden jeweils zur Hälfte Frauen und Männer interviewt. Diese wohnten in unmittelbarer Nähe zu Projekten der Stadtentwicklung, der Energiewende und der regionalen Wirtschaftsförderung. Dabei ging es um die Teilbebauung des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin (Tempelhofer Feld), den Ausbau von Windenergie in der Region Stuttgart und den Bau eines Möbelhauses auf einem Schrebergartengelände in Kiel. Die Forscher konzentrierten sich auf die Bürger, die trotz einer als negativ empfundenen Betroffenheit nicht aktiv wurden, was auf annähernd zwei Drittel der 200 Befragten zutraf. Beim Tempelhofer Feld lag der Anteil dieser Gruppe sogar bei mehr als 90 Prozent. Befragt wurden außerdem Vertreter von Bürgerinitiativen sowie lokale politische Akteure.

Ansprechpartner: Dr. Georg Mildenberger

Über das Projekt: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD), das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ( öffnen sich auch für internationale Freiwillige. Identifikation des Potentials und der Wirkung von "Incoming" für Deutschland und Erarbeitung von Empfehlungen für einen möglichen Ausbau dieser Programme war Ziel dieses Vorhabens.

Ansprechpartner: Dr. Georg Mildenberger