Forschungsseminar – Herausforderungen für Organisationen im digitalen Zeitalter

Erwerbsarbeit in Zeiten der Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die Arbeitnehmerschaft von heute

Johanna Brobald, Luisa Cimmino, Cosima Sutmar, Sophie Vollmar

Neue Technologien und digitale Medien prägen die heutige Arbeitswelt und führen zu einem Wandel der Erwerbsarbeit. Das idealtypische Bild des Normalarbeitsverhältnisses entspricht heute nicht mehr dem vorherrschenden Arbeitsmodell. Unternehmen setzen verstärkt auf flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit. Auch die räumliche Flexibilisierung der Arbeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Home-Office, Telearbeit oder Open Space Offices sind heute keine Seltenheit mehr. Dabei spielt die Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit und die damit verbundene Work-Life Balance eine große Rolle.
Unser Forschungsinteresse liegt darin, zu untersuchen, welchen Stellenwert Digitalisierung innerhalb der Unternehmen einnimmt und wie sich die Arbeitsgestaltung dadurch verändert. Insbesondere interessiert uns, wie Mitarbeitenden neue digitale Technologien nutzen und diese wahrnehmen. Zu diesem Zweck befragen wir Unternehmen, die sich den Herausforderungen des digitalen Wandels stellen.

Wenn sie an unserem Forschungsprojekt teilnehmen möchten, freuen wir uns über eine Nachricht von Ihnen. Sie erreichen uns unter digitalearbeit@soziologie.uni-heidelberg.de

 

Verändert sich das Führungsverständnis im Zuge von Digitalisierung?

Antonia Marx, Laura Hauck, Ines Bosnic, Svenja Weber, Nina Kellen, Hanna Meier

Die Auswirkungen von Digitalisierung in Unternehmen sind vielfältig. So entstehen neue Arbeitsmethoden, die das Berufsleben nachhaltig verändern. Digitalisierung stellt neue Herausforderungen an die Zusammenarbeit von Mitarbeitenden und Führungskräften. Doch wie beeinflusst Digitalisierung konkret Führung? Kommen neue Aufgaben auf Führungskräfte zu?

Hier setzt das Forschungsprojekt an, das der Frage nachgeht, inwiefern Digitalisierung das Führungsverständnis von Managern großer Unternehmen verändert und inwieweit sich Führungskräfte heute neuen Herausforderungen stellen müssen. Gibt es einen neuen, digitalen Führungsstil als „digital leader“ oder handelt es sich hierbei lediglich um einen neuen Modebegriff der Managementliteratur?

Für weitere Fragen oder Rückmeldungen können Sie uns unter folgender E-Mail erreichen: digitalefuehrung@soziologie.uni-heidelberg.de

 

Scrum – Die Arbeitsweise der Zukunft?

Aline Fischer, Marina König, Janina Hohl, Markus Bader, Cheyenne Brunhuber

Seit einigen Jahren werden agile Methoden in unterschiedlichen Branchen und Unternehmensbereichen vermehrt eingesetzt. Diese sind gefragt, um in Zeiten der Digitalisierung flexibel, kreativ und vor allem produktiv arbeiten zu können. Scrum ist dabei eine der bekanntesten und meistgenutzten Methoden. Trotz der starken Verbreitung in der Praxis hat die Arbeitsform in der wissenschaftlichen Forschung bisher wenig Beachtung erfahren. Dies haben wir zum Anlass genommen, zu untersuchen, ob es sich hierbei ausschließlich um einen aktuellen Trend handelt oder ob Scrum die Arbeitsmethode der Zukunft sein könnte.

Durch offene Gespräche mit Mitarbeitenden und Führungskräften möchten wir einen ganzheitlichen Blick auf die Anwendung von Scrum in Unternehmen gewinnen. Anschließend werden die hierbei erhobenen Ergebnisse wissenschaftlich analysiert.

Das Ziel unserer Forschung liegt dabei in der Untersuchung der Vor- und Nachteile von Scrum im Vergleich zu alternativen Methoden der Arbeitsorganisation. Hierfür betrachten wir die Herausforderungen und Chancen, die sich bei der Verwendung des Rahmenwerks ergeben.

Kontakt: scrumforschung@soziologie.uni-heidelberg.de

 

Digitale Polizeiarbeit – Chancen und Herausforderungen durch die Einführung neuer Medien

Julia Schwenk, Veronika Demireva, Lisa Lenhardt

Digitalisierung ist in der heutigen Zeit ein unumgängliches Thema in allen Lebensbereichen. Dies kann zum Beispiel das Arbeiten mit Digitalen Tools bedeuten. Gerade die Polizei als staatliche Behörde ist in Bezug auf den Umgang mit Digitalen Tools interessant zu untersuchen, weil sie mit ihrer Tätigkeit eine direkte Schnittstelle zur Gesellschaft darstellt. Bodycams, Tablets oder der Digitalfunk haben längst Einzug in die alltägliche Arbeit der Kontroll- und Streifenbeamten gefunden. Doch wie wirkt sich der Umgang mit den Tools auf die Arbeit aus? Beschleunigen und vereinfachen sie Arbeitsprozesse? Wie wird deren Einführung und alltägliche Verwendung wahrgenommen? Dies möchten wir in unserem Forschungsteam herausfinden. Im Zuge dessen sollen Interviews mit Kontroll- und Streifenbeamten, unter Zusage vollkommener Anonymisierung, geführt werden.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Rückmeldung, per E-mail an digitalepolizeiarbeit@soziologie.uni-heidelberg.de

 

Hochschule 4.0?! – Digitalisierung und Personalentwicklung

Maike Ferger, Annika Stolz, Aida Alic, Sabrina Zettelmeier, Nicole Memmer, Barbara Teschner

Anlässlich der Verwaltungsreform im Zuge des New Public Managements sowie Bemühungen seitens der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zeichnet sich ein Wandel der Erwartungen an Hochschulen ab. Schlagworte wie Hochschule 4.0 ergänzen dieses Bild um die neuen Anforderungen hinsichtlich einer Digitalisierung im Hochschulbereich.

Vor welchen Herausforderungen stehen die Hochschulen im Hinblick auf Digitalisierung? Wie wird die digitalisierte Hochschule 4.0 konkret umgesetzt und angenommen? Welche Anforderungen bestehen tatsächlich und welche Möglichkeiten existieren, um diesen gerecht zu werden? Wie wird die Veränderung von Rollen und Strukturen von den dort Beschäftigten wahrgenommen und welche Aufgabe wird der Personalentwicklung in diesem Prozess zuteil?

Um das Forschungsinteresse hinreichend untersuchen zu können, erstellen wir eine Fallstudie, die Digitalisierung an Hochschulen ins Blickfeld rückt. Dabei soll zum einen auf Grundlage von Theorien und bestehenden Studien eine Vision der Hochschule 4.0 entwickelt werden. Diese theoretische Annahme wird anschließend dem Bild, das sich aus der tatsächlichen Praxis an Hochschulen ergibt, gegenübergestellt. Zur Durchführung der Untersuchung sollen qualitative Interviews mit der Personalentwicklungsabteilung sowie mit wissenschaftlichen Mitarbeitenden an der Universität Heidelberg geführt werden.

Ziel der Studie ist es, herauszufinden, welche Anforderungen im Zuge der Digitalisierung an Hochschulen tatsächlich bestehen und welche Möglichkeiten existieren, um diesen gerecht zu werden. Dabei stellt besonders der Einblick in die Wahrnehmung der eigenen Rolle im Digitalisierungsprozess von Beschäftigten in der Personalentwicklung der Universität sowie der wissenschaftlichen Mitarbeitenden einen großen Erkenntnisgewinn dar.

Kontakt: hochschule4.0@soziologie.uni-heidelberg.de