Stiften, Spenden, Sammeln in der Longue Durée. Wege zu einer interkulturellen Analyse.

Aktuelles aus dem Thematic Research Network

Kurzmeldung: Dank der aktuellen pandemischen Lage werden die kommenden Veranstaltungen der Ringvorlesung WIEDER IN PRÄSENZ stattfinden. Mehr Informationen und die jeweiligen Zugänge dazu erhalten Sie auf unserer Website zur Öffentlichen Ringvorlesung im Sommersemester 2022.

Mehr zu unseren Veranstaltungen seit dem Sommersemester 2021 finden Sie in unserem Archiv.

17. Januar 2022

Ringvorlesung mit Prof. Marietta Horster
Thema: "Kultstiftungen: Wohltat oder Fessel?"

Mariette Horster, Professorin für Alte Geschichte an der Universität Mainz, bot uns in der ersten Veranstaltung in diesem Jahr einen Einblick in die Bedeutungen und Funktionsweisen von Kultstiftungen in antiken Städten. Der Beitrag hatte seinen Schwerpunkt in der antiken, griechisch geprägten Kultur, wurde aber vertieft durch Vergleiche zu anderen Kulturen und Epochen. Bei allen Vorteilen und trotz aller Widrigkeiten waren die Stiftungen gemeinschaftsbildend und sorgten für die Beständigkeit der Gemeinschaft. Die anschließende Diskussion ergab neue Impulse im interdisziplinären Austausch.

 

Das Vorhaben

Stiften, Spenden und Sammeln spielt eine zentrale Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Gemeinwohlorientierung und den Erhalt von kulturellem Erbe. Gemeinwohl und kulturelles Erbe dürften dabei nicht mit gesellschaftlicher Integration gleichgesetzt, sondern müssen zugleich auf Spannung und Konflikthaftigkeit hin betrachtet werden, und zwar nicht nur im westeuropäischen Kontext unserer Zeit.

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit in Field of Focus 3 & Field of Focus 4 (den drei geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Heidelberg - der neuphilologischen, der philosophischen und der theologischen Fakultät - mit den drei Fakultäten für Jura, für Verhaltens- und empirische Kulturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) will das Projekt die Grundlagen für eine diachron und kulturübergreifend tragfähige Theorie des Stiftens erarbeiten, indem sozialwissenschaftliche Modellbildung dezidiert mit außer-europäischen, altertums-, regional- und religionswissenschaftlichen Perspektiven verbunden wird.

Von diesen Vorarbeiten ausgehend soll ein größerer Forschungsverbund vorbereitet werden, in dem durch Mitarbeit weiterer Disziplinen diese Themen weiter ausgearbeitet und empirisch fundiert bearbeitet werden können. Die sozialwissenschaftliche Komponente des Netzwerkes bildet derzeit das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) in Kombination mit kulturwissenschaftlicher Expertise aus Ägyptologie, Islamwissenschaft und Theologie. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

 

Koordinatorin Thematic Research Network
Dr. Gudrun-Christine Schimpf
Email: gudrun.schimpf@csi.uni-heidelberg.de
Tel.: +49 (0)6221 54119-85

Archiv

Download - Projektskizze Thematic Research Network

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ProjektleiterInnen

Diakoniewissenschaftliches Institut
Prof. Dr. Johannes Eurich

SAI - Südasien-Institut
Prof. Dr. Ute Hüsken

Historisches Seminar
Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern

Institut für Ägyptologie
Prof. Dr. Joachim F. Quack

Max-Weber-Institut für Soziologie
Prof. Dr. Kathia Serrano Velarde

Institut für Islamwissenschaft
Prof. Dr. Henning Sievert

Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen
Dr. Volker Then