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Stiftungen in Byzanz in sozialgeschichtlicher Perspektive

Ob Stiftungen in Byzanz ebenfalls als ein „totales soziales Phänomen“ bezeichnet werden können, das in alle Bereiche der Gesellschaft hinein wirkte, sei es in Politik, Religion, Wirtschaft oder im familiären Bereich, wie von Michael Borgolte für das westliche Mittelalter postuliert wurde und wie es für die islamische Welt ebenfalls zuzutreffen scheint, ist noch nicht hinreichend untersucht worden. Im Vortrag soll aber gezeigt werden, dass auch in Byzanz Stiftungen ganz unterschiedlichen religiösen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zwecken dienten. Dabei soll der Schwerpunkt auf der sozialen Bedeutung von Stiftungen vor allem in mittelbyzantinischer Zeit (8.-12. Jahrhundert) liegen und dargestellt werden, in welcher Weise Stiftungen zur Etablierung oder Festigung sozialer Beziehungen in Byzanz beitrugen.

Referent

Johannes Pahlitzsch ist seit 2009 Professor für Byzantinistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Beziehungen von Byzanz zur islamischen Welt und im Besonderen der Geschichte der Melkiten, der arabisch-sprachigen orthodoxen Christen, in Syrien und Ägypten im Mittelalter. Er ist Sprecher des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen“ und stellvertretender Sprecher des Leibniz-WissenschaftsCampus „Byzanz zwischen Orient und Okzident“ Mainz/Frankfurt.

KONTAKT

Koordinatorin Thematic Research Network

Dr. Gudrun-Christine Schimpf
E-Mail: gudrun.schimpf@csi.uni-heidelberg.de
Tel.: +49 (0) 6221 54 - 119 85

 

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