Wintersemester 2021/2022

18. Oktober 2021 I Auftaktveranstaltung - Von der mediävistischen Memoria-Forschung zum universalhistorischen Stiftungsvergleich

Der Vortrag zeichnet unter Bezug auf das eigene Werk den Gang der neueren mediävistischen Stiftungsforschung nach. Als stepstones werden der Aufbruch zur sozialhistorischen Stiftungsforschung in den 1980er Jahren und der Übergang zur universalen Stiftungsgeschichte seit der Jahrtausendwende identifiziert. Schließlich geht der Referent auf die allzeit virulente Stiftungskritik und neuere stiftungstheoretische Thesen ein.

Referent

Michael Borgolte ist emeritierter Professor der Humboldt Universität zu Berlin. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel über das Stiftungswesen und die Geschichte der Stiftungen. Außerdem arbeitete er zur mittelalterlichen Kirchen- und Globalgeschichte, zur Geschichte der deutschen Mittelalterforschung nach 1945 und der vergleichenden Geschichte Europas im Mittelalter. Er begründete die Schriftenreihe „StiftungsGeschichten“ und erhielt den europäischen Forschungspreis für sein Projekt FOUNDMED. Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons. Michael Borgolte studierte und promovierte in Münster, ehe er nach Freiburg ging, wo er sich habilitierte. Von 1991 bis 2016 lehrte er Mittelalterliche Geschichte an der Humboldt Universität. 2017 wurde er Gründungsbeauftragter des Instituts für Islamische Theologie an der Humboldt Universität zu Berlin, dessen Direktor er von 2018-2021 war.

22. November 2021 I Perspektiven des Schenkens und Stiftens aus buddhistischen Studien

In diesem Vortrag werde ich verschiedene Gedankengänge und Belege skizzieren, die sich mit den Themen Geben (Wohltätigkeit, Spende usw.; Skt dāna, Chn/Jpn 布施 usw.) und Begabung in der buddhistischen Tradition und in der Buddhismuskunde als Wissenschaftsgebiet befassen. Ich werde auf den relevanten Hintergrund in verschiedenen Bereichen der buddhistischen Lehre und des buddhistischen Denkens, der Praxis und der Geschichte eingehen. Mein Ziel wird es sein, verschiedene Wege der Forschung zu diesen Fragen aufzuzeigen, die aus einer vergleichenden und theoriebildenden Perspektive fruchtbar und interessant sein könnten.

Referent

Michael Radich lehrte von 2005-2017 an der Victoria University of Wellington, Neuseeland, und ist jetzt Professor für Buddhismuskunde an der Universität Heidelberg. Er promovierte 2007 in Harvard mit einer Dissertation zum Thema "The Somatics of Liberation: Ideen zur Verkörperung im Buddhismus von seinen Ursprüngen bis zum fünften Jahrhundert nach Christus". Er hat zwei Monographien verfasst: "How Ajātaśatru Was Reformed: The Domestication of 'Ajase' and Stories in Buddhist History" (Tokio 2011), und "The Mahāparinirvāṇa-mahāsūtra and the Emergence of Tathāgatagarbha Doctrine" (Hamburg 2015). Er war außerdem Herausgeber von Brill's Encyclopedia of Buddhism, Vol II: Lives (2019), und hat eine große bibliografische Online-Referenzquelle für das Studium kanonischer chinesischer buddhistischer Texte aufgebaut und gepflegt (https://dazangthings.nz/cbc/). Er verbrachte 2015 am Numata-Zentrum für Buddhistische Studien an der Universität Hamburg, unterstützt durch ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für erfahrene Forscher, und verbrachte 2019 ein Semester in Stanford als Shinnyo-en Visiting Professor of Buddhist Studies.

06. Dezember 2021 I Stiftungen in Byzanz in sozialgeschichtlicher Perspektive

Ob Stiftungen in Byzanz ebenfalls als ein „totales soziales Phänomen“ bezeichnet werden können, das in alle Bereiche der Gesellschaft hinein wirkte, sei es in Politik, Religion, Wirtschaft oder im familiären Bereich, wie von Michael Borgolte für das westliche Mittelalter postuliert wurde und wie es für die islamische Welt ebenfalls zuzutreffen scheint, ist noch nicht hinreichend untersucht worden. Im Vortrag soll aber gezeigt werden, dass auch in Byzanz Stiftungen ganz unterschiedlichen religiösen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zwecken dienten. Dabei soll der Schwerpunkt auf der sozialen Bedeutung von Stiftungen vor allem in mittelbyzantinischer Zeit (8.-12. Jahrhundert) liegen und dargestellt werden, in welcher Weise Stiftungen zur Etablierung oder Festigung sozialer Beziehungen in Byzanz beitrugen.

Referent

Johannes Pahlitzsch ist seit 2009 Professor für Byzantinistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf den Beziehungen von Byzanz zur islamischen Welt und im Besonderen der Geschichte der Melkiten, der arabisch-sprachigen orthodoxen Christen, in Syrien und Ägypten im Mittelalter. Er ist Sprecher des Graduiertenkollegs 2304 „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen“ und stellvertretender Sprecher des Leibniz-WissenschaftsCampus „Byzanz zwischen Orient und Okzident“ Mainz/Frankfurt.

10. Januar 2022 I Der Pyramidenkomplex von Sahura: Neue Perspektiven auf die Wirtschaft des Alten Reiches

Der Vortrag musste leider kurzfristig ausfallen.

Das alte Ägypten ist eine der faszinierendsten und archetypischsten Kulturen der antiken Geschichte. Der Hauptgrund für seine herausragenden Errungenschaften war eine sehr effiziente, leistungsfähige Wirtschaft, die in der Lage war, die Produktion und Verteilung riesiger Mengen von Gütern zu bewältigen, die entsprechend den Bedürfnissen einer komplexen Kultur beschafft werden mussten. Der frühe altägyptische Staat kann als ein stark zentralisierter, komplexer, politischer und kultureller Organismus beschrieben werden, der auf mehreren Ebenen agierte, mit dem König an der Spitze und seinen engsten Beamten als seinen Assistenten. Der Staat war (im Namen des Königs) für die Beschaffung der Ressourcen zur Unterstützung des königlichen Hofes und seiner Projekte zuständig. Groß angelegte Bauvorhaben waren das wichtigste Ergebnis der staatlichen Verwaltung, darunter nicht nur die landwirtschaftlichen Aktivitäten, sondern auch einige "unrentable" ideologisch bedingte Projekte wie der Bau der monumentalen Königsgräber. Einen besonderen Typus staatlicher Einrichtungen, der im Wirtschaftssystem des Alten Reiches eine wichtige Rolle spielte, stellten die so genannten königlichen Bestattungsdomänen dar. Diese Domänen wurden ursprünglich von Königen gegründet, um u.a. die Bauarbeiter seiner Pyramiden und anderer königlicher Bauprojekte sowie Priester und Diener für den Kult des verstorbenen Herrschers zu versorgen. Die Stiftungen der königlichen Begräbnisstätten spielten auch eine wichtige Rolle bei der Integration des Landes, der Entwicklung seiner Infrastruktur und der Konsolidierung seiner Zentralregierung. Sie wurden zu einem wichtigen Instrument der so genannten inneren Etablierung des nur noch sporadisch bewohnten und wirtschaftlich unerschlossenen Landes. Der Begriff "Grabdomänen" bezeichnet ihre Personifizierung durch weibliche Opferträgerinnen, die verschiedene Waren trugen und verschiedene Tierarten führten. Vor jeder Figur stand ihr Name in Verbindung mit dem Namen des Königs, der sie gefunden hatte. Ursprünglich sind diese Szenen in königlichen Grabanlagen des Alten Reiches bezeugt, spätestens seit Beginn der Vierten Dynastie (2613-2494 v. Chr.) enthielten sie lange Sequenzen personifizierter Prozessionen der königlichen Grabdomänen des Besitzers der Anlage. Diese Szenen spielten im dekorativen Programm der Königsgräber eine sehr wichtige Rolle. Lange Prozessionen königlicher Bestattungsbereiche schmücken auch die Wände von Privatgräbern des Alten Reiches. Sie liefern uns unter anderem wertvolle Hinweise auf den Zeitraum, in dem die Domänen in Gebrauch waren. Eine wichtige Ergänzung zu den Belegen sind die Grabstätten aus dem Dammweg von Sahura, dem zweiten König der fünften Dynastie des Alten Reiches in Abusir (2487-2475 v. Chr.). Die Reliefs kamen bei den Ausgrabungen im Pyramidenkomplex von König Sahura zum Vorschein, die 1994 begannen und von 2002 bis 2020 fortgesetzt wurden. Die Erforschung durch das Team hat bisher eine große Anzahl von Sahuras Grabdomänen in Szene gesetzt, was uns geholfen hat, neue Debatten über ihre Bedeutung, Funktion sowie ihre Position innerhalb des Systems der Wirtschaft des Alten Reiches anzustoßen.

Referent

Dr. Mohamed Ismail Khaled ist seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Würzburg und seit 2009 Generaldirektor der Abteilung für Angelegenheiten der ständigen Ausschüsse und der ausländischen Missionen im ägyptischen Ministerium für Altertümer. Seit 2013 ist er zudem Leiter der Ausgrabung in Abusir. In seine Zeit als Ausgräber fällt die Entdeckung der Abusir-Blöcke auf dem Damm von Sahura. Seit 2018 ist Mohamed Khaled zudem Leiter des DFG-Projekts "Archäologie des ägyptischen Staates und seiner Wirtschaft im 3. Jahrtausend v. Chr.: Eine neue Untersuchung des Sahurê-Aufwegs in Abusir". Die Schwerpunkte seiner Forschung sind die Verwaltung, Wirtschaft, Geographie und das Königtum des Alten Reichs sowie die Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte des pharaonischen Ägyptens.  Seine Promotion zum Thema „The Royal Funerary Domains in the Old Kingdom, New Evidence from the Causeway of the Pyramid Complex of Sahura“ hat er an der Karlsuniversität in Prag abgelegt und er erhielt 2014-2016 das Postdoktorandenstipendium der Alexander von Humboldt Stiftung an der Universität Würzburg. Von 2016 bis 2018 war Dr. Khaled Koordinator des Projekts zur Entwicklung und Verwaltung der Pyramiden auf dem Gizeh-Plateau. Für seine Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet.

17. Januar 2022 I Kultstiftungen: Wohltat oder Fessel?

Antike Städte hatten in der Regel keinen großen Haushalt, der ihnen aus den Steuern und Abgaben von Bürger und Bewohnern ohne Bürgerrecht zur Verfügung stand. Dementsprechend waren die finanzielle Leistungsbereitschaft und wirtschaftliche Potenz individueller Bürger von zentraler Bedeutung für das Funktionieren der Gemeinwesen. Sie waren es auch, die zumeist für Kultstiftungen verantwortlich waren, indem sie dauerhaft Priesterämter finanzierten, Feste einrichteten, Opfertiere zur Verfügung stellten, den Erhalt von Tempeln sicherten. Stiftungen hatten nur dann länger Bestand, wenn sie sich aus regelmäßigen Einkünften finanzierten – Verpachtung von Land oder Vergabe von Darlehen gegen Zinsen waren dafür eine gute Basis. Wie auch immer die Stiftung im Detail aussah, sie band langfristig Ressourcen der Städte, indem all die einzelnen Vorgaben der Finanzierung und Stiftungsdetails des Zwecks durch Magistrate der Stadt umgesetzt werden mussten. Zahlreiche Sanktionen in hellenistischen und römischen Texten weisen auf verschiedenartige Nachlässigkeiten, wenn nicht Unwillen bei der Umsetzung der Stiftung durch die Verantwortlichen in den Städten hin.

Referentin

Marietta Horster ist Professorin für Alte Geschichte an der Universität Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Erforschung der Verwaltung und Organisation des Römischen Reiches, der Transformationsprozesse und sozialen Interaktion in den römischen Provinzen, der Kultorganisation und Kultwirtschaft griechischer Heiligtümer sowie der griechischen und lateinischen literarischen Bildung und der Verbreitung und Überlieferung von Wissen. Horster studierte an den Universitäten Lausanne, Bonn und Köln Alte Geschichte, Latein und Politikwissenschaft. Sie promovierte 1995 an der Universität zu Köln und habilitierte sich an der Universität Rostock 2003. Im Winter 1998/99 war sie Sterling Dow Fellow am Center for Epigraphic and Paleographical Studies der Ohio State University in Columbus, Ohio. Nach weiteren Stationen an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Hamburg trat sie 2010 die Nachfolge von Leonhard Schumacher als Professorin für Alte Geschichte an der Universität Mainz an. Horster verfasste Monographien zu Bauinschriften und Bautätigkeiten römischer Kaiser sowie zum Landbesitz griechischer Heiligtümer in archaischer und klassischer Zeit. Sie ist Herausgeberin zahlreicher Bücher und Autorin von Aufsätzen beispielsweise zu Augustus, römischer Literatur, antiker Rollen. Seit 2016 ist sie zudem Senior Fellow am Maimonides Centre for Advanced Studies in Hamburg.

07. Februar 2022 I Stiftungen und Genossenschaften in der osmanischen Welt

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts treffen in der osmanischen Welt die Debatten über zwei Rechtsformen aufeinander, mit denen Vorstellungen verbunden sind, dass sie Gesellschaft gestalten können. Dabei handelt es sich zum einen um Stiftungen nach islamischem Recht und zum anderen um die neu aufkommende Genossenschaftsidee, die stark von europäischen Vorbildern geprägt ist. In meinem Vortrag möchte ich die Frage diskutieren, warum und in welchen Formen die Genossenschaft in dieser Zeit attraktiv wird, während Stiftungen immer umstrittener werden. Darum werde ich die grundlegenden Unterschiede der Rechtsinstitutionen betrachten und einen ersten Versuch unternehmen, die Debatten, die sich an ihnen entfachen, in Beziehung zu setzen.

Referentin

Astrid Meier ist Professorin für Islamwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 2013 bis 2018 war sie Stellvertretende Direktorin des Orient-Instituts Beirut. Im Fokus ihrer aktuellen Forschungsprojekte stehen die Geschichte ländlicher Räume und Gruppen in den arabischen Provinzen des Osmanischen Reiches und die Umwelt- und Gesellschaftsgeschichte des Nahen Ostens. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Geschichte von Stiftungen in Recht und Gesellschaft, wozu auch zahlreiche Publikationen erschienen sind, u.a. mit Mathieu Eychenne und Elodie Vigouroux: Le waqf de la mosquée des Omeyyades de Damas: Le manuscrit ottoman d’un inventaire mamelouk établi en 816/1413 (Beirut/Damaskus: Ifpo, 2018, PIFD 292); “Waqf as a Political Weapon: A legal confrontation between two Christian institutions in eighteenth-century Ottoman Damascus,” Endowment Studies 4.1-2, 2020, 92-124; und “Stiftungen für die Blinden im osmanischen Damaskus: Eigeninteresse und Altruismus im islamischen Stiftungswesen,” Historische Zeitschrift, Beiheft 66, 2015, 95-122.

14. Februar 2022 I Eine seltsame Freundlichkeit: Großzügigkeit und Lernen im Zeitalter des kolonialen Kapitals

Die Philanthropie im Bildungsbereich hat in Indien in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erlebt und steht in Konkurrenz zu anderen beliebten Bereichen des wohltätigen Engagements. In diesem Vortrag verfolge ich die Wurzeln dieser folgenreichen Entwicklung bis in die Kolonialzeit zurück, als die "englische Bildung" weithin als herausragendes "Geschenk" der Briten an ihr riesiges Reich angepriesen wurde. Bemerkenswerterweise wurde das so genannte britische Geschenk jedoch von Anfang an kritisch durch monetäre Beiträge der "Einheimischen" ergänzt, trotz des wachsenden kolonialen Würgegriffs über Macht und Kapital. In der Tat wären die wichtigsten Bildungseinrichtungen in Britisch-Indien ohne indisches Kapital und indische Initiative sicherlich nicht entstanden. In Britisch-Indien entwickelte sich somit frühzeitig das, was zum globalen Phänomen der "öffentlich-privaten Partnerschaft" in der Bildungsphilanthropie werden sollte. Gleichzeitig argumentiere ich, dass das Spenden für weltliche Bildung unter wohlhabenden Indern selbst die Praxis einer "seltsamen Freundlichkeit" war. Bis zur Ankunft der kolonialen Moderne war das Lernen in Indien weitgehend auf die Elite bestimmter Kasten und Gemeinschaften beschränkt, und es war selten von sakralen und theologischen Zielen losgelöst. Solches Lernen stand auch im Mittelpunkt des elitären Spendenwesens, das seinerseits als religiöse Verpflichtung und damit auch als Mittel zur Erlangung jenseitiger Verdienste angesehen wurde. Als jedoch unter dem Druck der kapitalistischen kolonialen Moderne und der antikolonialen Politik "öffentliche Bildung" als notwendiges Gut diskutiert wurde, kam es zu einer entsprechenden Verschiebung in der philanthropischen Praxis, bei der die säkulare Bildung zunehmend die Phantasie der Spender beflügelte, die ihr Wohlwollen auf den Unterricht von völlig Fremden richteten. Heute wird die Bildung häufig als wichtigster Spendenschwerpunkt wohlhabender Inder genannt. Für die Spender und ihre Empfänger in den Jahrhunderten der indischen Kolonialherrschaft wäre dies in der Tat ein sehr seltsamer Gedanke gewesen. Doch eine solche Verschiebung hat entscheidende Konsequenzen, die sich in der größten Demokratie der Welt noch immer entfalten. Der Vortrag wird auf Englisch sein.

Referentin

Sumathi Ramaswamy ist James B. Duke-Professorin für Geschichte und international vergleichende Studien und Vorsitzende des Fachbereichs für Geschichte an der Duke University in Durham, North Carolina, USA. Sie hat zahlreiche Publikationen zu den Themen Sprachpolitik, Gender Studies, Raumforschung und Geschichte der Kartografie, Visual Studies und moderne Kunstgeschichte sowie in jüngster Zeit zu digitalen Geisteswissenschaften und der Geschichte der Philanthropie veröffentlicht. Sie ist Mitbegründerin (zusammen mit Christiane Brosius von der Universität Heidelberg) von Tasveerghar: A Digital Network of South Asian Popular Visual Culture (www.tasveerghar.net). Als Empfängerin eines Anneliese Maier-Forschungspreises der Alexander von Humboldt-Stiftung (2016-2021) hat sie Gandhi in the Gallery: The Art of Disobedience (New Delhi: Roli Books) und das digitale Projekt B is for Bapu: Gandhi in the Art of the Child in Modern India (https://sites.duke.edu/bisforbapu/ ) veröffentlicht und ist zusammen mit Monica Juneja von der Universität Heidelberg Mitherausgeberin von Motherland: Pushpamala N.'s Woman and Nation (Neu-Delhi: Roli Books, erscheint im Jahr 2021). Derzeit arbeitet sie an einem neuen Projekt über Bildungsphilanthropie in Britisch-Indien.