Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Gelegenheiten des Kennenlernens: Soziale Ungleichheiten auf dem Partnermarkt in Ost- und Westdeutschland

  Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Klein
  Projektmitarbeiter: Dipl.-Soz. Anke Woll
Dr. Johannes Stauder
Dipl.-Soz. Armando Häring
Kristian Stoye, M.A.
  Projektdauer:

Juli 2008 - Dezember 2011

  Projektfinanzierung:

gefördert durch die DFG

 

Das Projekt hat zum Ziel (1) die Struktur und Funktionsweise von Partnermärkten zu ana­lysieren, (2) soziale Ungleichheiten auf dem Partnermarkt zu beschreiben und zu erklären und (3) Ef­fekte des Part­nermarkts auf die Partnerwahl, die Beziehungsstabilität und andere familiale und gesell­schaftliche Pro­zesse zu untersuchen. Unter dem Partnermarkt wird dabei die Opportunitäts­struk­tur verstanden, die sich aus der Sozialstruktur unter der Berücksichtigung der sozialen Einbindung des In­dividuums und aus verschiedenen Marktmechanismen ergibt. Innovativ ist dabei die Berücksich­ti­gung der Oppor­tu­ni­tä­ten und Restriktionen des Partnermarkts, die aus der sozialen Einbindung des In­di­viduums in Netz­wer­ke und Handlungskontexte erwachsen. Für die empirische Erfassung der Part­ner­markt-Op­por­tu­ni­tä­ten wurde ein neues Fragebogeninstrument im Rahmen des DFG-Projekts ?Der Hei­rats­markt. Ent­wicklung eines Erhe­bungs­instruments zur Erklärung familien­demo­gra­phischer Pro­zesse? entwickelt, das nunmehr in einer für Deutschland re­präsentativen Datenerhebung Einsatz fin­den soll. Nur dieser neu entwickelte Ansatz der direkten Erfra­gung von Partnermarktinformationen bei den be­troffenen Individuen ist in der Lage, individuelle Un­gleich­heiten auf dem Partnermarkt wieder­zugeben. Neben den sozialen Unter­schie­den auf dem Partnermarkt sollen insbesondere die Partner­markt­ungleich­ge­wichte in den Neuen Bun­des­ländern untersucht werden, die infolge der Ab­wan­derung junger Frauen ent­standen sind und als Lang­zeitfolge des Geburtenausfalls nach der Wende gegenwärtig eine drasti­sche Verschärfung erfah­ren.

 

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