Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Sie befinden sich hier:  Startseite  /  Im Studium / Lehrveranstaltungen / Sommersemester 2005  /  Kulturtage 2005 - Lernkultur und Beratung in Intervisionsteams

Kulturtage 2005 - Lernkultur und Beratung in Intervisionsteams

Veranstaltungsleiter:
  Thorsten Veith, M.A.
Ingeborg Weidner
Studiumabschnitt:
 Hauptstudium
Bereich(e):
  POP-Seminare

Zeit, Beginn:
 
Konstituierende Sitzung: 08.04.2005: 16.15 - 17.45, Blockseminar: 15. bis 17.04.2005, Tagungsstätte Kröckelbach, Freitag, den 08.04.2005, 16.15 Uhr
Ort:
 Universität Mannheim, Schloss
Leistungsnachweis:
 1. Vollständige Anwesenheit an den Kulturtagen.
2. Aktive Teilnahme an Übungen im Plenum und Kleingruppen
3. Schriftliche Seminarreflexion (ca. 2 Seiten)
 
Kommentar:
Lernkultur und kollegiale Beratung
Kollegiale Formen des Beratens sind Formen des von- und miteinander, des gemeinsamen Lernens, und dar-um geht es unter anderem im Sinne einer neuen Lernkultur. Diese Beratungsform ermöglicht Lernen in Selbststeuerung mit hohem Praxisbezug und großen Lerntransfermöglichkeiten und berücksichtigt dabei die Seite der Persönlichkeitsentwicklung ebenso.
Die systemische Haltung in der Beratung
Der systemische Ansatz in der Beratung basiert auf der grundlegenden Annahme, dass Individuen stets in-nerhalb eines Systems existieren und agieren. Daraus abgeleitet ist der Beratungsfokus und im Anschluss daran auch die gesetzten Interventionen auf ablaufende interaktionale Prozesse zu richten, die zwischen In-dividuen und ihren relevanten Umwelten ablaufen.
Überblick
In diesem Workshop möchten wir den Studierenden zunächst einen Einblick in unser Verständnis von Bera-tung und Formen kollegialer Beratung geben. Dabei werden auch Überlegungen zu einer neuen Lernkultur in Kontexten der Qualifizierung eine Rolle spielen und die Perspektive Lernkultur in der Personalentwicklung mit einfließen.
Neben Kurzreferaten zu theoretischen Grundlagen gibt es einen ausführlichen Praxisteil, in dem kollegiale Beratung geübt werden wird.
In der kollegialen Beratung oder Intervision besteht kein Anspruch auf Beratungsprofessionalität, sondern es handelt sich um einen kollegialen Austausch von Praxis- und Professionserfahrungen und das gegenseitige Nutzbarmachen von Wissensbeständen. Konkret werden wir die Intervisionsteams durch Übungen darin un-terstützen, ihre Arbeit und das gemeinsame Lernen aufzunehmen und das Zusammenfinden in der Gesamt-gruppe zu gestalten.
Vorbereitende und begleitende Lektüre:
Franz, Hans-Werner / Ralf Kopp (2003): Kollegiale Fallberatung - State of the art und organisationale Pra-xis, Köln: EHP.
Raddatz, Sonja (2002): Praxishandbuch Beratung ohne Ratschlag, Wien: Edition Institut für systemisches Coaching und Training.
Schlippe, Arist von / Schweitzer, Jochen (1996): Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Göttin-gen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Thiel, H.-U. (2000): „Zur Verknüpfung von kollegialer und professioneller Supervision“, in: Pühl, H. (Hg.): Handbuch der Supervision 2, Berlin, S184-200.
Rotering-Steinberg, S. (2001): „Erfahrungsbericht: Fünf Jahre Kollegiale Supervision für den Praxisbereich ‚Rehabilitation’ einer Krankenversicherung“, in: Gruppendynamik und Organisationsberatung, Zeitschrift für angewandte Sozialpsychologie, S. 433-442

Erworben werden kann:
POP-Teilnahmeschein (Modul 2)

Voraussetzung:
Zulassung zum Zusatzstudium POP
zum Seitenanfang